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Vor einiger Zeit habe ich mir ein länger laufendes Projekt ausgedacht: Ich möchte die 22 Tarot Karten der grossen Arkana in Bildern darstellen. Es ist jetzt nicht so, dass ich mit Tarot viel zu tun hätte, aber es gibt einen schönen Rahmen für das Projekt ab, damit die Bilder zusammen passen. Thematisch passt es auch ganz gut, da ich viel mit Fantasyelementen arbeiten kann.
Um das Problem zu umgehen, dass ich viele aufwendige Kostüme brauche um die einzelnen Figuren darzustellen, werden die Bilder zum grössten Teil recht sexy und erotisch sein, also in den Bereichen Teilakt und verdeckter Teilakt.
Das Projekt wird eine ganze Weile laufen, bis alle Bilder fertig sind und ich werde die entstandenen Karten nach und nach hier zeigen und dabei immer auf einen Aspekt näher eingehen.
Die ersten Karte, die ich gemacht habe, ist die Karte 21 – Die Welt – und damit die letzte Karte der grossen Arkana, da die Zählung bei 0 (Der Narr) anfängt.
Der Look der Karten soll natürlich immer derselbe sein, wie es eben bei einem vollständigen Kartendeck der Fall ist. Heute möchte ich auf die Bearbeitung der Haut näher eingehen.
Die Hautretusche unterscheidet sich hier von der, die ich sonst so mache, da es mir dieses Mal nicht wichtig ist, dass das ganze noch möglichst natürlich aussieht. Man soll natürlich noch erkennen, dass ein Foto die Grundlage für das Bild war, aber das fertige Bild soll ein kontrastreiches und malerisches Aussehen (oder neu-deutsch “Look”) haben.
Einer der entscheidenden Bearbeitungsschritte für diese Art der Hautretusche ist, eine Kombination aus den Filtern Dust and Scratches (Staub und Kratzer entfernen) um die Farbunterschiede und Details der Haut selbst auszugleichen und dem High Pass (Hochpass) Filter um den Kontrast an den Kanten wieder zu betonen.
Die Hochpass Filter Ebene bekommt dabei wahlweise einen der Ebenenmodi Soft Light (Weiches Licht), Overlay (Ineinander Kopieren) oder Hard Light (Hartes Licht).
Bis zur letzten Ebenen in der Gruppe Final Touch ist die Bearbeitung komplett nicht-destruktiv, so dass ich jederzeit noch Einstellungen ändern kann. Deshalb habe ich auch bei diesen zwei Ebenen mit Smartfilter gearbeitet. Gerade bei der Kombination dieser zwei Filter muss man ein bisschen mit den Einstellungen rumspielen, bis es passt. Wenn man die Ebenen vorher für Smartfilter konvertiert hat, ist das kein Problem.
Die nächste Ebene ist für die Dodge and Burn Bearbeitung, mit der ich Details im Bild dadurch betone, dass ich Stellen abdunkle oder aufhelle. Wie meistens mache ich das ganze auf einer neutral grauen Ebene und male darauf mit weiss und schwarz. In einem früheren Artikel habe ich diese Technik schon einmal genauer erklärt.
Als nächstes kommen zwei Ebenen für den Farblook der Haut. Die erste hat den Ebenenmodus Soft Light und ist eine Einstellungsebene vom Typ Solid Color (Volltonfarbe). Die zweite ist eine Farbbalanceebene (Color Balance) im Ebenenmodus Color (Farbe). Über eine Ebenenmaske blende ich die Wirkung der beiden Ebenen nur an den Stellen ein, wo ich sie haben möchte, nämlich auf der Haut.
Jetzt folgen noch drei Ebenen, in denen ich die Lippen und Wimpern ein bisschen betont habe. Die Wimpern sind dabei neu gezeichnet und im Modus Multiply (Multiplizieren) eingeblendet.
In der Grossansicht, sieht das dann so aus:
Im nächsten Artikel zu meinem Tarotprojekt gehe ich dann auf einen weiteren Aspekt der Karten ein.
P.S.: Wenn jemand als Model mitmachen möchte, bitte bei mir melden!




Also wie ich schon bei meinem ersten Kommentar sagte, ich würde dir Anbieten diese in meinem Shop auch zu vermarkten wenn du fertig bist. Die Idee ist mal ne andere Sexy Karten zu machen.
hab schon 6 Karten, aber muss gerade etwas pausieren, weil ich im arbeitsstress bin
bin auf deine umsetzung gespannt und freue mich auf die bilder
Ui, das hast du dir aber ein ehrgeiziges Projekt zugelegt. Die Motive auf den Tarotkarten sind manchmal sehr komplex und man kann auch nicht immer vereinfachen, weil sich die Deutung aus der Darstellung ableitet.
So sehr ich Giger beispielsweise bewundere, das Baphomet Tarot mit seinen Motiven ist Recycling von bestehenden Werken und damit eher schwer in ein Deutungssystem zu packen… schön ist es allerdings trotzdem.