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Im heutigen Artikel spielen ein paar Leckereien die Hauptrolle als Model. Da haben wir einmal das Glas mit frischen Latte Macchiato, eine Mohnschnecke und eine Espressokanne, die sich beide dezent im Hintergrund halten und ein paar Kaffeebohnen, die eigentlich nur Lückenfüller sind, diesen Job aber recht dekorativ erfüllen.
Fotografiert ist das ganze dieses Mal nicht im Studio, sondern direkt am Esstisch im Wohnzimmer. Ein bisschen Ausrüstung ist natürlich trotzdem notwendig. Das wichtigste an diesem Bild war mir – neben der Anordnung der Models – das Licht. Es sollte schön natürlich aussehen und nicht nach einer geblitzten Aufnahme.
Das Hauptlicht kommt von einem Speedlite und vorne rechts und wird von einem California Sunbounce Reflektor mit Zebrabespannung schön weich und warm auf das Motiv gelenkt. Links hinten ist ein kleiner Blitzkopf am Tisch montiert, der für die Streiflichter sorgt. Alle Blitze werden entfesselt über einen Funkauslöser ausgelöst.
Mit diesen beiden Lichtquellen wäre allerdings die linke Seite des Glases zu dunkel gewesen, es fehlte noch ein bisschen Fülllicht. Jetzt hätte ich natürlich noch einen weiteren Blitz aufstellen können und damit die Seite ein bisschen aufhellen.
Gemäss dem Motto von David Hobby “Less gear, more brain” habe ich mir das grosse Zimmerfenster auf der linken Seite zu Nutze gemacht:
Die Kamera war sowieso auf dem Stativ montiert, so dass ich mir über die Verschlusszeit keinerlei Gedanken machen musste. Ich konnte diese also so weit verlängern, bis das Umgebungslicht auf dem Bild stark genug war, um die Schatten ein wenig aufzuhellen. Die Belichtung auf der rechten Seite des Glases und dem Tisch änderte sich dadurch nicht, da sie fast nur vom indirekten Blitz über den Reflektor beeinflusst wird.
Da der Blitz in einem Bruchteil einer Sekunde sein Licht abgibt, ist nur die eingestellte Blende an der Kamera dafür entscheidend, wie viel von dem Licht auf den Sensor gebannt wird.
Da ich danach gefragt wurde, das sind die Produkte von California Sunbounce, die ich hier verwendet habe. Wenn ihr sie über die Amazon Links bestellt, unterstützt ihr mich und diesen Blog, zahlt dabei aber natürlich keinen Cent mehr!



Hi! echt guter Artikel hier auf der Seite muss ich sagen!
du zeigst auch mal auf das man auch mit wenig ausrüstung super Fotos schießen kannst…und das nicht immer eine teuere Ausrüstung einen guten Fotografen ausmacht, sondern eben das Motiv und die kreativität des Fotografen! du setzt wenig equipment eben effektiv ein! gefällt mir! ganz nach der Theorie “Less gear more brain!
ähnlich wie (ein Profi) hier:http://www.krolop-gerst.com/blog/setup-tutorial/setup-9-less-gear-more-brain-for-real/
also dann! danke für die Tipps! und mach weiter so!
MFG und guten Rutsch!
Christian
Wie viel sorgfältige Planung hinter einem solchen Bild steckt wissen wohl die wenigsten. Und wenn man es dann selbst versucht, ist man über das Ergebnis meist enttäuscht. Schön, dass hier so detailiert beschrieben wird, mit welchen Mitteln der gewünschte Effekt erzielt und auftretende Probleme behoben werden können. Das verleitet doch glatt zum ausprobieren…
Tolle Seite, hat absolut mein Interesse geweckt!Vielen Dank an den Autor