Lightroom CC – Sinnvoll oder nicht?

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Bildbearbeitung, Featured, Luftaufnahmen | Posted on 26-10-2017

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Das neue Lightroom CC von Adobe spaltet die Gemüter: Die einen sagen, Bildbearbeitung auf dem Handy geht gar nicht, die anderen finden es toll, weil es schnell geht.

Ich habe mit Lightroom CC jetzt einige Zeit rumgespielt und mir meine Gedanken dazu gemacht, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Doch erst mal von Anfang an.

Was ist Lightroom CC eigentlich?

Früher hiess das Programm bzw. die App Lightroom Mobile und ist in erster Linie für Smartphones und Tablets gedacht. Lightroom CC bietet nicht so viele Funktionen wie das „normale“ Lightroom, das jetzt Lightroom CC Classic heisst.

Dafür ist Lightroom CC komplett auf einen Workflow mit der Adobe Creative Cloud ausgelegt. Die Bilder, die ich damit bearbeite, werden über die Cloud auf alle Geräte synchronisiert, auf denen ich mit meinem Adobe Account eingeloggt bin.

An einem Beispiel vom letzten Wochenende möchte ich Euch kurz zeigen, warum mir Lightroom CC gut gefällt.

Ich war mit meiner Kameradrohne (DJI Mavic Pro) im Bayerischen Wald unterwegs und habe ein paar Aufnahmen gemacht. Es war recht windig und die Wolken zogen schnell vorbei.

Der Wind war gerade noch so, dass ich fliegen konnte. Also mache ich alles bereit, prüfe den Luftraum, checke die Drohne, dass alles ok ist und stecke das iPhone 7 in die Mavic Fernbedienung.

Ich starte den Kopter, fliege hoch und suche einen guten Bildausschnitt, auf dem Himmel und die tolle Verfärbung der Bäume zu sehen ist. Zuviel Zeit möchte ich mir nicht lassen, weil der Wind eher stärker als leichter wird.

Nach kurzer Zeit habe ich ein paar Aufnahmen gemacht und die Drohne wieder sicher gelandet.

Lightroom-CC-Drohnen-AufnahmeIch habe meine Mavic so eingestellt, dass ich JPG und RAWs gleichzeitig mache und die JPGs automatisch sofort auf das iPhone kopiert werden.

Wenn ich ganz schnell sein will, kann ich also sofort Lightroom CC starten, das beste Bilder aussuchen und damit bearbeiten.

Hier habe ich allerdings gewartet, bis ich wieder im Hotel war und die RAWs von der Speicherkarte mit einem Kartenleser auf das iPhone geschoben.

Nach dem Mittagessen waren wir mit den Kids im hoteleigenen Schwimmbad. Und während die Kinder im Wasser planschten, konnte ich gemütlich auf dem Liegestuhl mein Bild vom Vormittag direkt auf dem iPhone bearbeiten.

Die verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten sind thematisch sinnvoll angeordnet und die Regler lassen sich auch auf dem kleinen Display gut bedienen.

Mehr Bearbeitung braucht das Bild meiner Meinung auch gar.

Hier bin ich also jetzt schon fertig und kann das Bild sofort auf Instagram, Facebook oder wo auch immer teilen.

Da ich jetzt auch Adobe Portfolio eine Chance gebe und für mich teste, habe ich das Bild gleich in das entsprechende Album geschoben, so dass es direkt auf meiner Portfolio Webseite erscheint.

Natürlich lässt sich das Bild auf dem Smartphone auch im Landscape Modus bearbeiten.

Lightroom-CC-Drohnen-Aufnahme

Wenn man das Smartphone dreht, sind die Regler logischerweise auf der rechten Seite angeordnet.

Soweit bin ich mit Lightroom CC auf meinen Anwendungsfall Drohnenfotografie sehr zufrieden.

Natürlich habe ich auch Fälle, in denen mir Lightroom CC nicht reicht:

Zum Beispiel erstelle ich gerne Panoramen aus mehreren Bildern. Hier muss Lightroom CC passen. Dafür brauche ich entweder das Lightroom CC Classic auf dem Desktop Rechner, oder spezielle Programme wie Kolor Autopano Giga.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Lightroom CC so gemacht?

 

Grundlagen der nicht-destruktiven Bildbearbeitung

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung | Posted on 17-12-2010

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Dieser Artikel ist vor einiger Zeit schon als Gastartikel auf dem Blog von fotokasten.de erschienen. Da ich im Moment durch meinen Umzug nicht dazu komme, neue Artikel zu schreiben und weil ihn vermutlich nicht alle meine Leser schon kennen, veröffentliche ich ihn hier nochmal 😉

Wer sich ein bisschen mehr mit der Bearbeitung von Bildern befasst, wird wahrscheinlich früher oder später auf den Begriff der „nicht-destruktiven Bildbearbeitung“ stoßen. Was es damit auf sich hat und wie es funktioniert, werde ich in diesem Artikel beschreiben.

„Nicht-destruktive Bildbearbeitung“ – was ist das eigentlich?

Das Originalbild bleibt während der kompletten Bearbeitung unangetastet, so dass man jederzeit wieder darauf zurückgreifen kann. Für die Bearbeitung in Photoshop – und das gilt für alle Bildbearbeitungsprogramme, die mit Ebenen arbeiten – bedeutet dies, dass die Hintergrundebene, die das Ausgangsbild enthält, nicht verändert wird.

Alle Änderungen werden entweder auf Kopien dieser Ebene oder noch besser mit Einstellungsebenen und Smartfiltern gemacht. Das hat den großen Vorteil, dass man auch auf weit unten liegenden Einstellungsebenen am Ende noch Änderungen vornehmen kann, die sich sofort im Bild bemerkbar machen.

Zusammengefasste Ansicht, aber nicht „eingefroren“

Das Ganze möchte ich anhand der Ebenen eines meiner Bilder verdeutlichen. Die Entstehung des Fotos habe ich in einem früheren Artikel schon besprochen, aber diesmal geht es mir um etwas anderes:

Die Ebene mit dem Namen „Layer 12“ ist die erste Ebene, bei der ich nicht mehr komplett „nicht-destruktiv“ arbeiten konnte, weil ich da bereits alle Ebenen zu einer neuen zusammengefasst habe.

(Zur Vergrößerung der Ansicht bitte auf Bilder klicken.)

Das Foto sieht zu diesem Zeitpunkt (also vor „Layer 12“) so aus:

Was bedeutet das jetzt genau? Ganz einfach: Ich kann jetzt auf einer der unteren Ebenen, etwa der Gruppe „Retusche“, noch was ändern oder auf der „Color Fill“-Ebene der Gruppe „Licht“ eine andere Farbe wählen – und sehe das sofort im Bild.

Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, dass man irgendwann alle Ebenen zusammenfasst. Wichtig dabei: Dies sollte so spät wie möglich geschehen, und man sollte immer auf einer neuen Ebene zusammenfassen, anstatt das Bild selbst auf eine einzelne zu reduzieren.

Welche Möglichkeiten gibt es, um „nicht-destruktiv“ zu arbeiten?

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Sexy High Key Portrait – eine PSD Datei mit allen Ebenen

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, Download, People, Tutorial | Posted on 16-11-2010

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Im heutigen Post stelle ich Euch wieder eine PSD Datei mit allen Ebenen zum Download bereit.

Warum ich das mache? Ganz einfach:

Ich selbst habe sehr viel von dem was ich über Fotografie und Bildbearbeitung weiss, aus dem Netz, aus den unterschiedlichsten Communities, Blogs und freien Tutorials.

Mit Artikeln wie diesem möchte ich einfach was zurück an die Community geben und hoffe, dass der ein oder andere noch etwas von mir lernen kann.

Auch wenn ich die Datei kostenlos zum Download anbiete, darf sie nicht weitergegeben oder an anderer Stelle zum Download oder Ähnlichem angeboten werden. Sie ist nur für Euch persönlich gedacht, damit ihr die einzelnen Ebenen anschauen und die Techniken lernen könnt, die ich hier verwendet habe. Jede Weiterverbreitung ist untersagt!

Die PSD Datei, die ich vor einiger Zeit zum Download angeboten hatte, war relativ einfach aufgebaut. Die heutige ist schon etwas komplizierter auf aufwendiger.

Neben einer Beauty Retusche kommen Kontrast verstärkende Techniken wie Dodge & Burn und Highpass Filter zum Einsatz. Zum Schluss wird noch der finale Farblook angepasst.

Das ganze habe ich nur mit den Standard Werkzeugen von Adobe Photoshop CS4 gemacht, es sind also keine zusätzlichen Filter notwendig.

Leider hat die Qualität des Bildes etwas darunter gelitten, dass ich Datei doch recht stark verkleinern musste, damit die Dateigrösse nicht so gross wird, dass ich sie nicht mehr auf meinen Server laden kann.

Die PSD Datei hat das Farbprofil ProPhoto RGB zugewiesen. Ihr solltet Euer Photoshop also so eingestellt haben, dass es das Farbprofil ausliest und verwendet, sonst passen die Farben nicht.

So, jetzt aber zu dem Bild, um das es heute geht. Es ist bei einem Shooting mit Model Veruca aus der Modelkartei entstanden.

PSD Datei mit allen Ebenen eines sexy High Key Portrait von Model Veruca

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Lightroom – Einfaches Freistellen mit Overlay für Croptool

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, Quick Tip | Posted on 13-10-2010

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In Lightroom von Adobe kann man ja ein Bild auch nachträglich noch zuschneiden, was manchmal sehr praktisch sein kann. Die Puristen unter Euch können jetzt einwerfen, dass man den richtigen Bildausschnitt besser schon vor dem Auslösen richtig wählt. Das stimmt natürlich, aber manchmal gefällt mir im Nachhinein ein anderer Ausschnitt eben doch besser.

Mit der Taste R springt man direkt zum Crop Tool (Freistellungswerkzeug). Was jetzt sehr praktisch ist, ist, dass man sich mit der Taste O verschiedene Overlays (Freistellungsüberlagerungen) einblenden lassen kann um den Ausschnitt zu wählen. Mit Shift-O kann man sogar die Ausrichtung des Overlays verändern.

Die Möglichen Overlays sind:

  • Raster (Grid)
  • Drittel (Thirds)
  • Diagonale (Diagonal)
  • Dreieck (Triangle)
  • Goldener Schnitt (Golden Ratio)
  • Goldene Spirale (Golden Spiral)

Der verschiedenen Möglichkeiten können auch über das Menu ausgewählt werden.

Ich finde, die Überlagerungen sind eine sehr schöne Hilfe, wenn man den Bildausschnitt nachträglich noch optimieren möchte! Ausserdem ist das Überlagern der Hilfslinien ein Feature, das nicht einmal Photoshop hat (zuminderst bis Version CS3, für CS4 weiss ich es nicht).