3 sehr nützliche aber völlig unterschätzte Helfer im Fotoalltag

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 19-08-2010

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© Bagwold | Dreamstime.comIch stelle Euch heute drei Utensilien vor, die man vielleicht nicht sofort mit Fotografie in Verbindung bringen würde, die einem das Leben aber um einiges erleichtern können.

Kandidat Nummer 1: Der Gefrierbeutel

Ihr wundert Euch jetzt wahrscheinlich, was das soll… ganz einfach: Stellt Euch vor, es regnet und ihr wollt/müsst draussen shooten und dabei Eure Aufsteckblitze verwenden. Nicht immer ist es möglich, die Blitze da aufzustellen, wo kein Regen hinkommt. Die kleinen Dinger ohne Schutz in den Regen zu stellen, würde aber ihr schnelles Ende bedeuten. Genau hier kommt der Gefrierbeutel ins Spiel. Ihr müsst ihn nur über den Blitz stülpen und er ist perfekt geschützt.

Kandidat Nummer 2: Das Multifunktionstool

Hier ist es schon nahe liegender, wofür man das Tool braucht. Nämlich immer dann, wenn eine Schraube z.B. am Stativ locker ist oder eben nicht locker werden will. Das Messer, das eigentlich jedes Multifunktionswerkzeug haben dürfte, ist auch oft recht nützlich, wenn man mal ein Ästchen oder ähnliches entfernen will.

Die wichtigsten Funktionen, die so ein Tool haben sollte, sind

  • ein Schraubendreher, in den man verschiedene Bits einsetzen kann
  • eine Zange / Drahtschneider
  • ein Messer

Ich habe mich nach langer Suche für ein Leatherman Skeletool und zugehörigem Bit-Kit entschieden. Das Teil ist nicht zu gross und schön leicht, so dass man es wirklich immer dabei haben kann.

Kandidat Nummer 3: Eine Hüft- bzw. Beintasche

So eine Tasche ist ungemein praktisch, wenn man z. B. nur mit der Kamera unterwegs ist und keinen Rucksack mitnehmen möchte. Trotzdem braucht man meist noch ein paar Kleinteile, die man gerne mitnehmen möchte. So eine Tasche, die man am Oberschenkel trägt ist meiner Meinung nach das Beste dafür.

So, das waren meine drei Tipps für heute.

Wenn ihr auch noch ein paar gute Empfehlungen habt, könnt ihr die gerne in den Kommentaren mitteilen oder ihr schreibt auch einen Artikel dazu und sendet mir einen Trackback.

Bauchtanz Shooting – Exotik mit unerwarteten Schwierigkeiten

Posted by Stefan | Posted in Erfahrungsbericht, People | Posted on 30-06-2010

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Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ich Shootings mit einer Bauchtänzerin habe, umso mehr hat es mich gefreut, als Selma auf mich zu kam.

Wir mussten beim Shooting feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, typische Bauchtanzbewegungen auf einem Bild festzuhalten. Für grosse und ausladende Bewegungen ist mein Studio fast ein bisschen zu klein. Ausserdem war bei den Bildern sehr viel Ausschuss dabei, da es nicht einfach ist, den passenden Moment zu erwischen. Und so ist dann wieder einen Schleier oder Tuch vorm Gesicht oder ich habe zu spät abgedrückt bzw. das Model hat sich schon zu weit gedreht.

Zusätzlich sollte noch immer die Mimik passen. Beim normalen Zuschauen fällt es gar nicht auf, wenn die Tänzerin nicht immer lächelt, aber wenn genau im dem Moment der Auslöser klickt, ist es halt blöd ;-)

Das Resultat davon ist, dass ich schon lange nicht mehr so viele Bilder bei einem Shooting gemacht habe, wie bei diesem, was nicht heisst, dass es keinen Spass gemacht hat… im Gegenteil. Allerdings lohnt es sich da wirklich, wenn man die Ergebnisse gleich anschauen kann, damit man weiss, ob alles passt.

Ein weiterer Punkt ist, dass die typischen schnellen Bewegungen wie das Bewegen der Hüfte auf einem Bild nicht so rüber kommen, wie es bei einem Video der Fall sein würde.

Aber keine Angst, wir haben schon noch ein paar sehr schöne Bilder hinbekommen. Heute gibts schon mal zwei Portraits ohne Schleier und Tücher, weitere werden dann später irgendwann folgen.

Und wer die gute Selma in Action sehen will, dem kann ich das folgende You Tube Video empfehlen:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

50mm Objektiv – 1.8, 1.4 oder 1.2 – Welches ist das richtige?

Posted by Stefan | Posted in Erfahrungsbericht, Featured | Posted on 02-03-2010

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Über das beliebte 50mm Standardobjektiv ist sicherlich schon sehr viel geschrieben worden. Martin hält es für das ideale Einstiegsobjektiv, der Zoomyboy ist gegensätzlicher Meinung. Einig ist man sich aber, dass ein 50mm Objektiv aufgrund des Preises und der relativ hohen Lichtstärke sehr interessant ist und dem Fotografen ein Werkzeug in die Hand gibt, mit dem sich z.B. vortrefflich Portraits machen lassen.

Ich hatte mir auch ziemlich bald nach der ersten DSLR ein 50er Objektiv mit Blende 1.8 von Canon gekauft. Obwohl ich immer wieder von den Bildern – und da vor allem vom Bokeh – begeistert war, habe ich es irgendwann kaum noch verwendet. Es waren hauptsächlich zwei Dinge, die mich störten:

1. Der Autofokus ist unglaublich langsam. Damit auf ein sich bewegendes Objekt scharf zu stellen ist reine Glückssache.

2. Der Haptik ist alles andere als toll. Klar, irgendwo muss der günstige Preis ja herkommen.

So kam es, dass ich irgendwann für Ersatz sorgen wollte. Freundlicherweise konnte ich mir ein 50/1.4er Objektiv von Phil ausleihen und es testen. Der Autofokus war hier schon deutlich besser, aber die Haptik war meiner Meinung nach immer noch nicht das Wahre.

Da blieb eigentlich nur noch das 50/1.2 von Canon, das zu Canons L Serie gehört und dem entsprechend teuer ist. Soviel Geld wollte ich aber nicht ausgeben, da ich die 1.2er Blende gar nicht benötige. Bei irgendeinem Testbericht im Internet bin ich dann über das Sigma 50/1.4 gestolpert. Es lag preislich leicht über dem 1.4er von Canon, war aber von der Haptik deutlich besser. Manche User berichteten auch, dass es in Sachen Bildqualität dem Canon Objektiv überlegen war, und viele beschwerten sich über Front- bzw. Backfocus Probleme.

Gerade bei so lichtstarken Objektiven sollte man meiner Meinung nach diese Focusprobleme nicht all zu ernst nehmen, da einigen Anwendern nicht klar ist, wie gering die Tiefenschärfe bei offener Blende ist. Da muss sich nur der Fotograf oder das Model beim Auslösen ein bisschen bewegen und schon ist der fokussierte Punkte nicht mehr in der Schärfenebene. Hier hilft nur selber ausprobieren und testen.

Genau das habe ich dann auch gemacht. Und auch nicht bereut. Die Bildqualität ist top und auch der Autofocus trifft recht schnell und sicher. Von der Haptik her ist das Objektiv durchaus mit einem Canon L Objektiv zu vergleichen. Schön finde ich auch, dass Sigma es im Gegensatz zu Canon schafft, eine Streulichtblende mit dem Objektiv auszuliefern.

Seit ich das Objektiv habe, verwende ich es sehr viel und mein geliebtes 24-70/2.8 von Canon bleibt immer öfters in der Fototasche.

Das war also mein Entscheidungsweg, der mich zum Sigma 50mm F:1.4 geführt hat. Ich hoffe, er vielleicht einigen, die vor der gleichen Entscheidung stehen.













Minimalist Lighting: Professional Techniques for Location Photography

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 10-02-2010

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Heute möchte ich Euch wieder mal kurz über ein empfehlenswertes Buch berichten.

Es geht um Minimalist Lighting: Professional Techniques for Location Photography von Kirk Tuck. Aufmerksam auf das Buch bin ich durch die Buchempfehlungen auf der Strobist Seite geworden. Damit dürfte auch schon klar sein, um was es bei dem Buch geht: Hauptthema des Buchs ist das Fotografieren on location mit Kompaktblitzgeräten also im Prinzip das gleiche wie in Joe McNally’s Hot Shoe Diaries.

Trotzdem sind die beiden Bücher von der Machart recht unterschiedlich. Im Gegensatz zu Joe ist der Schreibstil von Kirk eher nüchtern und technisch. Auf den ersten Seiten des Buches wird die Philosophie, die hinter dem Strobisten-Ansatz steht, erklärt und mit Beispielen hinterlegt. Ken zeigt auch an Beispielen, wie bestimmte Jobs mit schwerem Equipment wie Studioblitzen viel aufwendiger und teurer geworden wären. Auch in den späteren Kapiteln geht er an verschiedenen Stellen immer wieder darauf ein, welchen Vorteil er jetzt durch die kleinen Blitze hat.

Es gibt auch ein Kapitel, das die Ausrüstung von Blitzgeräten über Auslöser bis hin zu Stativen alles behandelt. Es ist zwar interessant zu lesen, hätte aber für meinen Geschmack ein bisschen kürzer ausfallen können.

Der interessanteste Teil ist sicherlich, wenn es um die verschiedenen Jobs geht. Hier beschreibt Kirk sehr anschaulich, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte und wie diese gelöst werden konnten. Farbige Filterfolien für die Blitze werden dabei natürlich oft mit angesprochen. Viele Skizzen runden die Erklärungen ab und helfen einem recht gut, dass man sich das Lichtsetup vorstellen kann.

Fazit: Das Buch hatte bei mir zwar keinen Aha-Effekt ausgelöst, da ich mich schon etwas mit der Materie beschäftigt hatte, trotzdem bereue ich den Kauf in keinster Weise. Oft sind es ja die kleinen Tipps und Tricks, die einem weiter helfen, wenn man vor dem gleichen Problem steht. Die Lösungsansätze sind immer gut beschrieben und durch die Einleitung ist es auch für Anfänger in dem Bereich Blitzfotografie on Location gut geeignet.

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Amherst Media (2. August 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1584282304
ISBN-13: 978-1584282303