Dieser Artikel ist vor einiger Zeit schon als Gastartikel auf dem Blog von fotokasten.de erschienen. Da ich im Moment durch meinen Umzug nicht dazu komme, neue Artikel zu schreiben und weil ihn vermutlich nicht alle meine Leser schon kennen, veröffentliche ich ihn hier nochmal
Wer sich ein bisschen mehr mit der Bearbeitung von Bildern befasst, wird wahrscheinlich früher oder später auf den Begriff der “nicht-destruktiven Bildbearbeitung” stoßen. Was es damit auf sich hat und wie es funktioniert, werde ich in diesem Artikel beschreiben.
“Nicht-destruktive Bildbearbeitung” – was ist das eigentlich?
Das Originalbild bleibt während der kompletten Bearbeitung unangetastet, so dass man jederzeit wieder darauf zurückgreifen kann. Für die Bearbeitung in Photoshop – und das gilt für alle Bildbearbeitungsprogramme, die mit Ebenen arbeiten – bedeutet dies, dass die Hintergrundebene, die das Ausgangsbild enthält, nicht verändert wird.
Alle Änderungen werden entweder auf Kopien dieser Ebene oder noch besser mit Einstellungsebenen und Smartfiltern gemacht. Das hat den großen Vorteil, dass man auch auf weit unten liegenden Einstellungsebenen am Ende noch Änderungen vornehmen kann, die sich sofort im Bild bemerkbar machen.
Zusammengefasste Ansicht, aber nicht “eingefroren”
Das Ganze möchte ich anhand der Ebenen eines meiner Bilder verdeutlichen. Die Entstehung des Fotos habe ich in einem früheren Artikel schon besprochen, aber diesmal geht es mir um etwas anderes:
Die Ebene mit dem Namen “Layer 12″ ist die erste Ebene, bei der ich nicht mehr komplett “nicht-destruktiv” arbeiten konnte, weil ich da bereits alle Ebenen zu einer neuen zusammengefasst habe.
(Zur Vergrößerung der Ansicht bitte auf Bilder klicken.)

Das Foto sieht zu diesem Zeitpunkt (also vor “Layer 12″) so aus:

Was bedeutet das jetzt genau? Ganz einfach: Ich kann jetzt auf einer der unteren Ebenen, etwa der Gruppe “Retusche”, noch was ändern oder auf der “Color Fill”-Ebene der Gruppe “Licht” eine andere Farbe wählen – und sehe das sofort im Bild.
Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, dass man irgendwann alle Ebenen zusammenfasst. Wichtig dabei: Dies sollte so spät wie möglich geschehen, und man sollte immer auf einer neuen Ebene zusammenfassen, anstatt das Bild selbst auf eine einzelne zu reduzieren.
Welche Möglichkeiten gibt es, um “nicht-destruktiv” zu arbeiten?
Read the rest of this entry »