Gastbeitrag: Stockfotografie – mit Bildern Geld verdienen
Posted by Stefan | Posted in Gastbeitrag | Posted on 15-09-2010
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Heute gibt es den ersten Gastartikel auf meinem Blog. Geschrieben hat ihn Lutz Hufrath.
Lutz Hufrath referiert regelmäßig über aktuelle Trends in der digitalen Welt der Fotografie, über Neuerscheinungen, Klassiker und technische Finessen. In diesem Gastbeitrag nimmt er das Thema Stockfotografie unter die Lupe.
Unter Stockfotografie versteht man das Produzieren von Bildern auf Vorrat (engl. „to have in stock“ – „auf Lager haben“), im Gegensatz zur Auftragsfotografie.
Bei der Stockfotografie werden die Bilder meistens über Bildagenturen vertrieben, man unterscheidet zwischen zwei Arten: Bei lizenzpflichtigen Bildern („rights managed“) richtet sich der Preis nach Faktoren wie Verwendungszweck, Auflage, Größe und Verbreitungsraum. Lizenzfreie Bilder („royalty free“) werden im Festpreis verkauft ohne dass man die Art der Nutzung angeben muss.
Stockfotos werden vorwiegend von Verlagen, Zeitungen, Zeitschriften und Werbeagenturen gekauft.
Im Zeitalter der preiswerten Digitalkameras ist es auch für Hobbyfotografen möglich, durch Stockfotografie einen netten Nebenverdienst zu erzielen.
Mit einer Digitalkamera ist es sehr einfach, Fotos zu bearbeiten und über Stockfoto-Agenturen Käufern weltweit anzubieten.
Bei den Bildagenturen unterscheidet man zwischen Microstock-Agenturen, die Bilder zu extrem niedrigen Preisen – oft für unter einen Euro – verkaufen, Midstock-Agenturen, die im mittleren Preissegment (€10,- bis €100,-) liegen sowie Marcrostock-Agenturen, die €100,- aufwärts für Bilder verlangen.
Je teurer die Bilder verkauft werden sollen, desto hochwertiger in der Qualität und einzigartiger was die Motivwahl anbelangt müssen sie sein.
Vorteil der Stockfotografie ist, dass jeder, der eine Digitalkamera besitzt und gerne fotografiert aus seinem Hobby Geld machen kann.
Der Nachteil liegt darin, dass der Aufwand für Fotografieren mit der Digitalkamera, gegebenenfalls Bearbeiten der Bilder und das Einreichen bei Bildagenturen recht groß ist. Nur wer wirklich gute Qualität und interessante, gut verkäufliche Motive liefert, kann mit einem lohnenswerten Nebenverdienst rechnen.
Für den Käufer liegt der Vorteil in der breitgefächerten Auswahl der Motive und im vergleichsweise günstigen Preis. Die Beschränkung der Nutzungsrechte sowie die fehlende Exklusivität sind Nachteile, ebenso das Risiko, dass man sehr lange suchen muss, bis man das passende Motiv gefunden hat.
Wichtige Agenturen für Stockfotos sind unter anderem fotolia, Getty images, Corbis, istockphoto, Dreamstime und Shutterstock. Alle zeichnen sich durch hohen Traffic aus, was für Fotografen gute Verdienstmöglichkeiten bedeutet.
Gerade bei fotolia und istockphoto sind die Qualitätsansprüche an eingereichte Bilder sehr hoch, der Freischaltungsprozess dauert daher teilweise etwas länger.
Bei Shutterstock gibt es Abonnements, mit denen Käufer bis zu 750 Bilder pro Monat herunterladen können. Die US-Agentur Dreamstime teilt den Fotografen mit, unter welchem Stichwort ein verkauftes Bild gefunden wurde, was das Verschlagworten erleichtert.
Corbis und Getty Images vertreiben höherpreisige Fotos. Mit rund 70 Millionen Bildern ist Getty Images der größte Anbieter für Stockfotos.
Ergänzung: Robert hat in seinem Kommentar zu Recht auf sein hervorragendes Buch Stockfotografie – Edition ProfiFoto: Geld verdienen mit eigenen Fotos hingewiesen. Ich selbst habe es auch und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!


