Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Posted by Stefan | Posted in People, Tutorial | Posted on 14-06-2010

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LaCandy 20100530 074 kontrastreich 400x266 Speedlite bringt Sessel zum ExplodierenNein, es ist nichts dabei passiert und ja, das könnte auch die Schlagzeile einer grossen deutschen Boulevardzeitung sein. Wobei, frei erfunden ist es hier eigentlich nicht.

Allerdings geht es mehr um eine farbliche Explosion. Jetzt aber von Anfang an:

Model La Candy war neulich bei mir im Studio und wir haben die verschiedensten Bilder mit vielen unterschiedlichen Outfits gemacht. Es wird sicherlich noch ein paar Blogeinträge dazu geben!

Das Set, das ich Euch heute vorstelle, haben wir als High-Key Setup gemacht, da ich das gelbe Latexoutfit und den aufblasbaren Sessel so richtig zum Leuchten bringen wollte.

Das Lichtsetup mit vier Blitzen sah so aus:

lighting diagram highkey lichtsetup fetish fashion 364x399 Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Zwei Blitze sind auf den weissen Hintergrund gerichtet, um den komplett auszubrennen und ihn damit rein weiss zu bekommen. Mein Model wurde von einem Beauty Dish mit eingesetzter Wabe ausgeleuchtet.

Damit wurde das Bild eigentlich schon recht gut. Den letzten Kick brachte dann aber ein Speedlite, das ich hinter den Sessel gelegt habe und mit ca. 1/16 Leistung blitzen liess. Um das Speedlite auszulösen, habe ich einen Funkempfänger von Elinchrom angeschlossen, da es leider nicht wie die Studioblitze über eine Fotozelle verfügt, die auf Licht reagiert.

Damit explodiert das Gelb des Sessels regelrecht. Die Sättigung muss ich anschliessend in der Bildbearbeitung auf jeden Fall nicht mehr erhöhen.

Das zeigt wieder einmal, dass auch kleine Blitze in einem Studio durchaus ihre Berechtigung haben. Dadurch, dass der Blitz eben relativ klein ist, konnte ich ihn hinter dem Sessel platzieren und er ist im fertigen Bild nicht zu sehen.

LaCandy 20100530 115 kontrastreich 266x400 Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

mygall Speedlite bringt Sessel zum Explodierenxxl logo de Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Bildbearbeitung – vom guten zum besseren Bild

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, People | Posted on 03-09-2008

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Die Bildbearbeitung ist in der digitalen Fotografie nicht mehr wegzudenken.

Wo man früher in der Dunkelkammer versucht hat, das beste aus dem Bild herauszuholen, greift man heute in den meisten Fällen zur digitalen Bildbearbeitung.
Selbst die Kamera bearbeitet die Bild intern schon. Wenn man Bilder im JPG Format aufnimmt, übernimmt die Firmware der Kamera die komplette Umwandlung in dieses Format und legt Parameter wie Farbsättigung, Weissabgleich oder Schärfe fest.

Wer dagegen im RAW Format fotografiert, überlässt der Kamera nur die allernötigsten Schritten und hat den Rest selbst in der Hand, was selbstverständlich empfehlenswert ist.

Es gilt natürlich weiterhin, dass die Qualität des Ausgangsmaterials stimmen muss! Mit der digitalen Bildbearbeitung (oft kurz EBV oder BEA abgekürzt) kann man auch aus einem schlechten Bild kein tolles machen, obwohl das oft angenommen wird.

Heute möchte ich Euch zeigen, wie man ein “normales” Studiobild aufwerten kann, auch wenn man keinen neuen Hintergrund oder ähnliches einfügen möchte.

Das folgende Bild zeigt die endgültige Version des Bildes nach der Bearbeitung. Wenn ihr den Mauszeiger über dem Bild positioniert, seht ihr das ursprüngliche Bild, wenn ihr das Bild anklickt, seht ihr die finale Version grösser.

gruselwusel139 20080503 org Bildbearbeitung   vom guten zum besseren Bild

zoonar Bildbearbeitung   vom guten zum besseren Bild

Welche Schritte habe ich also angewandt, um das Bild zu bekommen, das ich will?

  1. Bild im RAW-Konverter öffnen und die Parameter so anpassen, dass man ein gut verteiltes Histogramm hat oder das Bild schon im groben den eigenen Vorstellungen entspricht.
  2. Bild im Bildbearbeitungsprogramm (Photoshop, Gimp, Paintshop Pro,…) öffnen.
  3. Egal wie perfekt das Model gestylt ist, der erste Schritt ist immer die Beauty Retusche. Dabei werden Hautunreinheiten beseitig, so dass die Haut insgesamt glatter und weicher aussieht. Bei einer guten Beauty Retusche ist es sehr wichtig, dass man die Haut nicht einfach glattbügelt, es sollten immer noch die Poren der Haut zu sehen sein.
  4. Als nächstes wende ich eine Technik namens Dodge & Burn an. Dabei werden hellen Bereiche weiter aufgehellt und dunkle noch stärker abgedunkelt. Damit kann man zum Beispiel die Gesichtsform oder die Struktur der Kleidung betonen.
  5. Damit das ganze etwas leuchtender wird, setze ich gerne den Ebenenverrechnungsmodus Weiches Licht ein. Das kann man entweder zusammen mit einer Volltonfarbebene machen oder wie in diesem Fall, das Bild auf eine Ebene kopieren, auf weiches Licht setzen und dann weichzeichnen. Die Intensität des Effekts wird über die Ebenendeckkraft und/oder eine Ebenenmaske dosiert.

Das fertige Bild wirkt jetzt viel klarer und strahlender und könnte so durchaus in einem Hochglanz Fashion Magazin zu finden sein icon wink Bildbearbeitung   vom guten zum besseren Bild