Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust…

Posted by Stefan | Posted in People, Von der Idee zum Bild | Posted on 21-06-2010

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… oder wie mache ich Bilder, bei dem ein Model öfters auf dem Bild ist? Neudeutsch nennt man das Multishot Technik und genau darum geht es bei diesem Artikel heute.

Die andere Frage ist natürlich, warum man ein Model öfters auf dem Bild haben möchte. Wir brauchen also erstmal eine Bildidee, bei der das ganze überhaupt Sinn macht. Meine ist folgende: Ich möchte zwei Seiten einer Person zeigen, einmal die brave und schüchterne und einmal die wilde und selbstbewusste Seite. Das ganze wollte ich sowohl über die Kleidung als auch über die Haltung und Pose des Models ausdrücken.

Beim Lichtsetup habe ich schon beide Positionen mit meinem Model Veruca ausprobiert und getestet, ob sie jeweils genug Licht abgekommen. Die “wilde” Seite habe ich dabei bewusst etwas dunkler gelassen. Fotografiert habe ich wieder vor meinem neutral-grauem Hintergrund, also nicht verwirren lassen, dass der im folgenden Setupdiagramm schwarz ist.

Apropos Lichtdiagramm: Durch einen Artikel von Daniel bin ich auf sylights (Show your Lights) aufmerksam geworden. Auf der Seite kann man recht komfortabel Licht Aufbauten dokumentieren und auch abspeichern.

lightning diagram two models 400x252 Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust...

Mein “braves”  Model wird von einer grossen Softbox beleuchtet und die andere Seite von einem Reflektor aufgehellt. Der Beauty Dish mit Wabe ist das Hauptlicht für das “wilde” Model. Read the rest of this entry »

Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Posted by Stefan | Posted in People, Tutorial | Posted on 14-06-2010

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LaCandy 20100530 074 kontrastreich 400x266 Speedlite bringt Sessel zum ExplodierenNein, es ist nichts dabei passiert und ja, das könnte auch die Schlagzeile einer grossen deutschen Boulevardzeitung sein. Wobei, frei erfunden ist es hier eigentlich nicht.

Allerdings geht es mehr um eine farbliche Explosion. Jetzt aber von Anfang an:

Model La Candy war neulich bei mir im Studio und wir haben die verschiedensten Bilder mit vielen unterschiedlichen Outfits gemacht. Es wird sicherlich noch ein paar Blogeinträge dazu geben!

Das Set, das ich Euch heute vorstelle, haben wir als High-Key Setup gemacht, da ich das gelbe Latexoutfit und den aufblasbaren Sessel so richtig zum Leuchten bringen wollte.

Das Lichtsetup mit vier Blitzen sah so aus:

lighting diagram highkey lichtsetup fetish fashion 364x399 Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Zwei Blitze sind auf den weissen Hintergrund gerichtet, um den komplett auszubrennen und ihn damit rein weiss zu bekommen. Mein Model wurde von einem Beauty Dish mit eingesetzter Wabe ausgeleuchtet.

Damit wurde das Bild eigentlich schon recht gut. Den letzten Kick brachte dann aber ein Speedlite, das ich hinter den Sessel gelegt habe und mit ca. 1/16 Leistung blitzen liess. Um das Speedlite auszulösen, habe ich einen Funkempfänger von Elinchrom angeschlossen, da es leider nicht wie die Studioblitze über eine Fotozelle verfügt, die auf Licht reagiert.

Damit explodiert das Gelb des Sessels regelrecht. Die Sättigung muss ich anschliessend in der Bildbearbeitung auf jeden Fall nicht mehr erhöhen.

Das zeigt wieder einmal, dass auch kleine Blitze in einem Studio durchaus ihre Berechtigung haben. Dadurch, dass der Blitz eben relativ klein ist, konnte ich ihn hinter dem Sessel platzieren und er ist im fertigen Bild nicht zu sehen.

LaCandy 20100530 115 kontrastreich 266x400 Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

mygall Speedlite bringt Sessel zum Explodierenxxl logo de Speedlite bringt Sessel zum Explodieren

Wet Shirt – Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabe

Posted by Stefan | Posted in People, Tutorial | Posted on 09-04-2010

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Bei einem anderen Bild aus diesem Shooting bin ich ja schon auf die Bildbearbeitung näher eingegangen, im heutigen Beitrag möchte ich ein paar Zeilen zum Lichtsetup für das folgende Bild schreiben.

Dreamlight 20091106 183 kontrastreich 266x400 Wet Shirt   Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabe

mygall Wet Shirt   Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabezoonar Wet Shirt   Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabexxl logo de Wet Shirt   Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabe

Das Bild wurde bei mir im Studio vor neutral grauem Hintergrund aufgenommen. Manche von Euch werden jetzt vielleicht denken “Grau?” der ist doch schwarz! Ja, das stimmt und ich habe ihn auch nicht in Photoshop schwarz gefärbt.

Der Trick dabei ist, dass kein Licht von den Blitzen auf den Hintergrund fallen darf. Dafür habe ich nicht nur die Lichtquellen recht nah an mein Model gestellt, sondern auch Waben für die Lichtformer verwendet. Diese gitterartigen Vorsätze gibt es für die verschiedensten Lichtformer und sie sorgen dafür, dass das Licht gerichteter und damit auch besser kontrollierbar ist.

Mein Hauptlicht war ein Beauty Dish mit Wabe von vorne oben links. Von hinten rechts war noch ein zweiter Blitz mit Wabe im Einsatz, der für das Haar und Streiflicht sorgt.

lighting diagram wabe beauty dish wet shirt 364x399 Wet Shirt   Kontrastreiche Ausleuchtung mit Beauty Dish und Wabe

Minimalist Lighting: Professional Techniques for Location Photography

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 10-02-2010

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Heute möchte ich Euch wieder mal kurz über ein empfehlenswertes Buch berichten.

Es geht um Minimalist Lighting: Professional Techniques for Location Photography von Kirk Tuck. Aufmerksam auf das Buch bin ich durch die Buchempfehlungen auf der Strobist Seite geworden. Damit dürfte auch schon klar sein, um was es bei dem Buch geht: Hauptthema des Buchs ist das Fotografieren on location mit Kompaktblitzgeräten also im Prinzip das gleiche wie in Joe McNally’s Hot Shoe Diaries.

Trotzdem sind die beiden Bücher von der Machart recht unterschiedlich. Im Gegensatz zu Joe ist der Schreibstil von Kirk eher nüchtern und technisch. Auf den ersten Seiten des Buches wird die Philosophie, die hinter dem Strobisten-Ansatz steht, erklärt und mit Beispielen hinterlegt. Ken zeigt auch an Beispielen, wie bestimmte Jobs mit schwerem Equipment wie Studioblitzen viel aufwendiger und teurer geworden wären. Auch in den späteren Kapiteln geht er an verschiedenen Stellen immer wieder darauf ein, welchen Vorteil er jetzt durch die kleinen Blitze hat.

Es gibt auch ein Kapitel, das die Ausrüstung von Blitzgeräten über Auslöser bis hin zu Stativen alles behandelt. Es ist zwar interessant zu lesen, hätte aber für meinen Geschmack ein bisschen kürzer ausfallen können.

Der interessanteste Teil ist sicherlich, wenn es um die verschiedenen Jobs geht. Hier beschreibt Kirk sehr anschaulich, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte und wie diese gelöst werden konnten. Farbige Filterfolien für die Blitze werden dabei natürlich oft mit angesprochen. Viele Skizzen runden die Erklärungen ab und helfen einem recht gut, dass man sich das Lichtsetup vorstellen kann.

Fazit: Das Buch hatte bei mir zwar keinen Aha-Effekt ausgelöst, da ich mich schon etwas mit der Materie beschäftigt hatte, trotzdem bereue ich den Kauf in keinster Weise. Oft sind es ja die kleinen Tipps und Tricks, die einem weiter helfen, wenn man vor dem gleichen Problem steht. Die Lösungsansätze sind immer gut beschrieben und durch die Einleitung ist es auch für Anfänger in dem Bereich Blitzfotografie on Location gut geeignet.

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Amherst Media (2. August 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1584282304
ISBN-13: 978-1584282303