50mm Objektiv – 1.8, 1.4 oder 1.2 – Welches ist das richtige?

Posted by Stefan | Posted in Erfahrungsbericht | Posted on 02-03-2010

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50mm Objektiv – 1.8, 1.4 oder 1.2 – Welches ist das richtige?

Über das beliebte 50mm Standardobjektiv ist sicherlich schon sehr viel geschrieben worden. Martin hält es für das ideale Einstiegsobjektiv, der Zoomyboy ist gegensätzlicher Meinung. Einig ist man sich aber, dass ein 50mm Objektiv aufgrund des Preises und der relativ hohen Lichtstärke sehr interessant ist und dem Fotografen ein Werkzeug in die Hand gibt, mit dem sich z.B. vortrefflich Portraits machen lassen.

Ich hatte mir auch ziemlich bald nach der ersten DSLR ein 50er Objektiv mit Blende 1.8 von Canon gekauft. Obwohl ich immer wieder von den Bildern – und da vor allem vom Bokeh – begeistert war, habe ich es irgendwann kaum noch verwendet. Es waren hauptsächlich zwei Dinge, die mich störten:

1. Der Autofokus ist unglaublich langsam. Damit auf ein sich bewegendes Objekt scharf zu stellen ist reine Glückssache.

2. Der Haptik ist alles andere als toll. Klar, irgendwo muss der günstige Preis ja herkommen.

So kam es, dass ich irgendwann für Ersatz sorgen wollte. Freundlicherweise konnte ich mir ein 50/1.4er Objektiv von Phil ausleihen und es testen. Der Autofokus war hier schon deutlich besser, aber die Haptik war meiner Meinung nach immer noch nicht das Wahre.

Da blieb eigentlich nur noch das 50/1.2 von Canon, das zu Canons L Serie gehört und dem entsprechend teuer ist. Soviel Geld wollte ich aber nicht ausgeben, da ich die 1.2er Blende gar nicht benötige. Bei irgendeinem Testbericht im Internet bin ich dann über das Sigma 50/1.4 gestolpert. Es lag preislich leicht über dem 1.4er von Canon, war aber von der Haptik deutlich besser. Manche User berichteten auch, dass es in Sachen Bildqualität dem Canon Objektiv überlegen war, und viele beschwerten sich über Front- bzw. Backfocus Probleme.

Gerade bei so lichtstarken Objektiven sollte man meiner Meinung nach diese Focusprobleme nicht all zu ernst nehmen, da einigen Anwendern nicht klar ist, wie gering die Tiefenschärfe bei offener Blende ist. Da muss sich nur der Fotograf oder das Model beim Auslösen ein bisschen bewegen und schon ist der fokussierte Punkte nicht mehr in der Schärfenebene. Hier hilft nur selber ausprobieren und testen.

Genau das habe ich dann auch gemacht. Und auch nicht bereut. Die Bildqualität ist top und auch der Autofocus trifft recht schnell und sicher. Von der Haptik her ist das Objektiv durchaus mit einem Canon L Objektiv zu vergleichen. Schön finde ich auch, dass Sigma es im Gegensatz zu Canon schafft, eine Streulichtblende mit dem Objektiv auszuliefern.

Seit ich das Objektiv habe, verwende ich es sehr viel und mein geliebtes 24-70/2.8 von Canon bleibt immer öfters in der Fototasche.

Das war also mein Entscheidungsweg, der mich zum Sigma 50mm F:1.4 geführt hat. Ich hoffe, er vielleicht einigen, die vor der gleichen Entscheidung stehen.

Erfahrungsbericht Drucksachen von logiprint.com

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 26-01-2010

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Erfahrungsbericht Drucksachen von logiprint.com

Irgendwann Ende letzten Jahres flatterte mir ein Brief von logiprint.com in den Briefkasten. Da ich logiprint bis dato nicht kannte, konnte ich auch nichts mit dem Namen verbinden. Freundlicherweise wurde mir aber ein Gutschein zur Verfügung gestellt, damit ich den Service von logiprint unverbindlich testen konnte.
Visitenkarten hatte ich zwar schon neue, aber es gibt ja noch viele andere netten Sachen, die man bedrucken kann.
Neben Briefpapier, Postkarten, Flyern und vielem mehr gibt es auch Adressaufkleber und Folienbeschriftung. Adressaufkleber hatte ich mir schon lange überlegt, und somit war das der ideale Zeitpunkt.

Nachdem man die Grösse der Aufkleber gewählt hat (Midi oder Maxi) kann man sich ein Design für die Aufkleber auswählen, wenn man keinen Aufkleber möchte, auf denen wirklich nur die Adresse steht. Auch ein eigenes Design kann hochgeladen werden um die Aufkleber noch individueller zu gestallten. Ich habe mir eines der Standard Designs ausgewählt, meine Daten eingegeben und ab in den Warenkorb damit.

logiprint_8785_20100126Da der Betrag des Gutscheins noch nicht ausgeschöpft war, kam ich auf die Idee Beschriftungsfolien für die Streulichtblenden meiner Objektive zu bestellen.

Einige meiner Objektive sind sehr beliebt und wenn man mit anderen Leuten fotografiert, die diese Linsen auch verwenden, kann man sie schnell mal verwechseln. Das ist in Zukunft ausgeschlossen!

Auch hier geht die Bestellung ohne Probleme: Als erstes legt man die Grösse fest. Da die Folie auf die Streulichtblende passen sollte, habe ich mich für die kleinste Grösse (10cm) entschieden. Anschliessend noch Schriftart, Textgrösse und Textfarbe wählen und schon ist man fertig.

Da ich nicht nur eine Folie sondern gleich mehrere bestellt habe, war ich am Ende ein bisschen über dem Gutscheinbetrag. Zahlen kann man u.a. bequem mit Paypal.

Auch bei der Liefergeschwindigkeit gibt es nichts zu meckern. Drei Tage später waren die bestellten Produkte da.

Vor dem Anbringen der Folien hatte ich noch etwas Bedenken, aber die einzelnen Schritte sind gut erklärt und man bekommt auch eine Testfolie, mit der man erstmal üben kann.

Abschliessend kann ich sagen, dass ich sowohl vom Service als auch von den von mir getesteten Produkten von logiprint.com sehr zufrieden war!

Flockshots – Bildpräsentation und Backup in einem

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 26-11-2009

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Flockshots – Bildpräsentation und Backup in einem

ist ein sehr interessanter Dienst, mit dem ihr Eure Bilder beispielsweise als Diashow im Internet zeigen könnt. Durch eine Mail von Flockshots bin ich selbst darauf aufmerksam geworden und war am Anfang ein bisschen skeptisch, da ich dachte, es ist nur wieder ein Dienst wie es schon etliche gibt. Trotzdem habe ich mir das ganze genauer angeschaut und bin inzwischen davon überzeugt begeistert. Deshalb möchte ich Euch das Angebot von Flockshots ein bisschen näher vorstellen.

DigitalArt_FlockAber jetzt mal von Anfang an: Wie schon gesagt, könnt ihr bei Flockshots Eure Bilder hochladen und als Diashow anzeigen lassen. Das Besondere daran ist, dass ihr selbst bestimmen könnt, wer Zugriff drauf hat, oder ob Euer Flock öffentlich ist. Ein Flock ist dabei ein Set von Bildern, das irgendwie logisch zusammengehört und eine Diashow werden soll.  Ihr könnt sogar erlauben, dass die Bilder Eures Flocks runtergeladen werden können und dass Eure Freunde neue Bilder hochladen!

Das Runterladen der Bilder ist auch sehr gut gelöst. Man muss nicht jedes Bild einzeln runterladen, sondern kann sie auch komfortabel als ZIP-Archiv runterladen.DigitalArt_Flock_Download

Vielleicht fragt ihr Euch jetzt, warum ihr jemanden erlauben sollt, Eure Bilder runterzuladen. Mir fallen da viele Anwendungsbeispiele ein:

Wenn ihr mit Freunden unterwegs gewesen seid und anschliessend die Bilder austauschen möchtet zum Beispiel. Oder um die Bilder einem Kunden zu präsentieren und ihm gleich die Möglichkeit zu geben, die Bilder auch runterzuladen. Hier kommt ein weiterer Aspekt ins Spiel, warum mir Flockshots so gut gefällt.

Die Bilder können in der Auslösung runtergeladen werden, in der ihr sie bei Flockshots speichert, als auch in der Originalauflösung. Damit kann ich zwei Fliegen mit einer Klappen erschlagen: Meine Bilder sind auf einem anderen Rechner gesichert (Backups kann man nie genug haben) und ich kann sie bequem weiterverteilen. Flockshots speichert die Bilder im übrigen auf den Rechnern des Amazon Rechenzentrums. Für Sicherheit ist hier also gesorgt.

Kommen wir noch mal auf die Präsentation der Bilder zurück. Ich finde es extrem praktisch, dass ich jetzt eine einfache Möglichkeit habe um verschiedene Portfolios zu erstellen, die ich bei Bedarf ganz einfach vorzeigen kann. So kann ich meinem (potentiellen) Kunden genau die Art von Bildern zeigen, die ihn interessieren. Das einzige, was ich mir bei den Diashows noch wünschen würde, ist, dass man die Möglichkeit hat, die Bilder in zufälliger Reihenfolge anzeigen zu lassen. Aber vielleicht gibt es diese Option ja irgendwann noch…

Natürlich kann man erstellte Diashows auch in andere Webseiten einbinden. Hier habe ich mal einen Flock zum Thema Digital Art mit einigen meiner Werken erstellt. Hatte ich schon erwähnt, dass man die Diashows auch in Fullscreen anschauen kann? Einfach mit der Maus über die Slideshow gehen und das Symbol unten rechts anklicken.

Je nach gewählter Mitgliedschaft kann man sogar ein eigenes Design für die Flocks wählen, so dass das ganze noch professioneller aussieht. Mitgliedschaft ist ein gutes Stichwort. Natürlich kann so ein Dienst nicht kostenlos sein. Je nachdem, welche Features und wieviel Speicherplatz man möchte, zahlt man zwischen 1.95 Euro und 9.95 Euro im Monat. Um nicht die berühmte Katze im Sack zu kaufen, gibt es eine 14 tägige Testmitgliedschaft, die kostenlos ist.

Mein Fazit: Mich hat Flockshots trotz anfänglicher Skepsis überzeugt. Wer sich ein eigenes Urteils bilden möchte, kann Flockshots.de jetzt 14 Tage kostenlos testen!

Update: Flockshots hat mir 5 Gutscheincodes zur Verfügung gestellt, mit denen ihr 20% Rabatt auf alle Mitgliedschaften bekommt. Wenn ihr Interesse habt, schreibt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag, warum ihr den Code möchtet und ich schicke ihn Euch zu!

Nützliches Fotoequipment – Getriebeneiger

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht, Makro | Posted on 19-08-2009

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Nützliches Fotoequipment – Getriebeneiger

Es ist tatsächlich passiert: Ich habe Fotozubehör von Manfrotto gefunden, dass wirklich gut und nützlich ist. Vom Schnellwechselsystem und dem Einstellschlitten war ich nicht so begeistert, aber der Getriebeneiger ist wirklich super.


Gekauft habe ich ihn vor allem um Makros zu machen, was mit meinem Kugelkopf nicht so toll geht, da man damit einfach nicht so genau einstellen kann. Bei Makros kommt es eben auf Millimeter an und das ist mit dem Kugelkopf trotz Friktionseinstellung nicht möglich.

Das schöne am Getriebeneiger ist nicht nur, dass man alle drei Achsen unabhängig von einander einstellen kann, sondern auch, dass alle Bewegungen selbsthemmend sind und damit nicht arretiert werden müssen.
Damit es nicht zu lange dauert, bis man den Kopf in der gewünschten Position hat, gibt es auch eine Schnelleinstellung, bei der man den Kopf frei in einer Ebene bewegen kann. Für Actionaufnahmen ist das natürlich nicht geeignet, da ist der Kugelkopf deutlich besser.

Den Getriebeneiger gibt es in drei unterschiedlichen Grössen, wobei ich den kleinsten mit dem Namenszusatz junior genommen habe, der bis zu 5 kg trägt. Das reicht leicht, um meine 40D mit Batteriegriff und Novoflex Einstellschlitten sicher zu halten. Laut Aussage des Herstellers wird die maximale Tragkraft ca. 20 cm vom Mittelpunkt entfernt ermittelt.

Der Nachteil des Getriebeneigers ist neben seinem relativ hohen Gewicht (1.22kg) auch, dass er selbst mit seinen 13 cm relativ hoch ist. Bodennahes Arbeiten ist damit nicht immer ganz einfach.

Insgesamt gibt es für den Getriebeneiger von Manfrotto eine klare Empfehlung von mir!

Fragen könnt ihr gerne auch in den Kommentaren stellen, sofern ihr welche habt ;-)

Bildauswahl oder “Viele Wege führen nach Rom”

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, Tutorial | Posted on 27-02-2009

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Bildauswahl oder “Viele Wege führen nach Rom”

Phil schreibt in seinem Blog darüber, wie der die Bilder nach dem Shooting auswählt. Ich hatte meinen Workflow hier schon mal kurz beschrieben. Aber weil ich neugierig bin, habe ich mal einen Teil von Phils Methode ausprobiert und ich muss sagen, sie gefällt mir recht gut. Seinen kompletten Workflow lest ihr am besten in seinem Blog nach.

Zu Beginn mache ich mir Stacks mit ähnlichen Bildern, aus denen ich dann das beste raus suchen möchte. Anschliessend markiere ich alle Bilder eines Stacks (vorher den Stack expandieren) und klicke auf das erste Bild.

Jetzt wechsle ich in den Compare Modus (Taste C) und habe somit zwei Bilder zur Auswahl, am Anfang wird das erste Bild zwei mal angezeigt. Im linken Fenster habe ich meinen aktuellen Favoriten (Select) und rechts praktisch den Herausforderer (Candidate). Mit den Cursortasten rechts und links scrollt man durch die Bilder im rechten Fenster und mit oben und unten wechselt man den Select und den Candidate aus.

compareview

Wenn man nun irgendwelche anderen Bildmarkierungen wie Flags, Labels oder Sterne vergibt, werden die immer auf den aktuellen Favoriten angewendet.

Ist man durch alle Bilder durch, ist das Bild im linken Fenster dasjenige, das einem am besten gefallen hat. Das ganze ist eigentlich ganz einfach und geht recht schnell. Ich denke mal, ich werde diese Methode in Zukunft öfters mal anwenden.

Was meint ihr dazu?

Der entscheidende Moment – ein Bericht über das Buch

Posted by Stefan | Posted in Allgemein | Posted on 19-09-2008

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Der entscheidende Moment – ein Bericht über das Buch

Martin fragte in seinem Blog kwerfeldein nach einem entscheidenden Moment in der Fotografenlaufbahn und ich hatte mit meinem Beitrag daran teilgenommen und das Glück gehabt, eines der Bücher zu bekommen.

Also möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit dem Buch schreiben.

Der entscheidende Moment – Ein Weltklasse-Fotograf packt aus” so heisst das Buch mit vollem Titel und ein weltklasse Fotograf ist Joe McNally wirklich. Wenn seine Workshops von Branchengrösssen wie Scott Kellby, der das Vorwort zu dem Buch verfasst hat, besucht werden, muss McNally wohl einiges drauf haben.

Joe McNally fotografiert für Time, National Geographic, Sports Illustrated und war der erste festangestellte Fotograf des Life Magazins. Dem entsprechend gross ist sein Erfahrungsschatz und er kann viel aus dem Nähkästchen plaudern.

Das Buch ist kein klassisches Lehrbuch, wie man es sonst von Fotografie Büchern kennt. Viel mehr ist es eine Sammlung von sehr unterschiedlichen Geschichten und Anekdoten, die die Entstehung und den Hintergrund der gezeigten Bilder auf meist sehr humorvolle Art und Weise beschreiben.

Man erfährt viel über die Arbeitsweise von Joe McNally und wie viel Aufwand er für das bestimmte Bild auf sich nimmt und natürlich auch von seinen Models fordert oder auch unter welchem Zeitdruck viele seiner besten Bilder entstehen. Schön zu lesen ist es natürlich auch, dass selbst ein weltklasse Fotograf ab und zu auch ein Quäntchen Glück braucht, damit ihm das Bild gelingt.

Fazit: Wer nicht auf der Suche nach einem Buch ist, dass sich mit den Grundlagen der Fotografie beschäftigt, sondern eins, dass weit darüber hinaus geht, ist mit diesem Buch bestens bedient.

ISBN: 978-3-8273-2692-8
244 Seiten – 4-farbig, Bilderdruck
August 2008
€ 39,95 [D]
Reihe: DPI

Ausrüstung für Makrofotografie

Posted by Stefan | Posted in Allgemein | Posted on 06-09-2008

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Ausrüstung für Makrofotografie

Ist eine gute Ausrüstung eine Garantie für gute Bilder? Sicherlich nicht!

Allerdings macht es nicht nur mehr Spass, mit einer guten Ausrüstung zu fotografieren, sondern die Bilder können dadurch tatsächlich besser werden.

Im folgenden möchte ich speziell auf die Ausrüstung eingehen, mit der ich meine Makros mache.

Stefan Kassal - zoonar

Als Kamera verwende ich die Canon EOS 40D.
Diese hat nicht nur den Vorteil, dass sie spritzwassergeschützt und damit unempfindlicher ist, sondern dass sie einen Liveview Modus anbietet, der gerade bei Makros Gold wert sein kann.

Im Liveview Modus kann man einen Bildausschnitt 5- oder 10-fach vergrössern und hat damit die Möglichkeit sehr genau zu fokusieren, damit die Schärfe eben exakt da liegt, wo man sie möchte. Konstruktionsbedingt wird der Spiegel beim Liveview schon hochgeklappt, so dass man sich die Spiegelvorauslösung sparen kann.

Das Fotografieren mit Liveview setzt natürlich voraus, dass man ein (stabiles) Stativ verwendet. Wenn man die 10-fach Vergröserung aktiviert hat, sieht man jede noch so kleine Erschütterung. Da wundert es nicht mehr, wenn das ein oder andere Bild nicht so scharf wird, wie man das gerne hätte. Deshalb ist auch ein Fern- oder Kabelauslöser Pflicht. Wer keinen hat, kann auch den Selbstauslöser der Kamera verwenden, hauptsache man drückt nicht selbst auf den Auslöser…

Als Stativ verwende ich das Velbon Sherpa Pro oder das Berlebach Ministativ für bodennahe Aufnahmen. Man kann zwar auch beim Velbon Stativ die Beine so weit abspreizen, dass man in Bodennähe fotografieren kann, aber da die Beine einfach länger sind, stösst man damit leichter gegen Grashalme oder ähnliches und verscheucht damit sein Motiv.
Ein weiteres Kernstück der Ausrüstung ist sicherlich der Stativkopf. Wenn dieser das Gewicht der Kamera nicht zuverlässig trägt oder beim Feststellen sich der Bildausschnitt ändert, ist es schwierig, gute Bilder zu machen. Ich verwende den Benro Ball Head KB-2 Kugelkopf. Dieser hält zuverlässig, ist nicht allzu teuer und hat schon ein integriertes Arca-Swiss kompatibles Schnellwechselsystem.

In dieses passt auch wunderbar der Novoflex CASTEL-Q Einstellschlitten. Bei Makros fokusiert man normalerweise dadurch, dass man den Abstand der Kamera von Motiv ändert. Natürlich könnte man auch am Objektiv fokusieren, aber dann ändert man gleichzeitig den Abbildungsmasstab.
Mit dem Einstellschlitten von Novoflex kann man die Kamera sehr fein vor und zurück bewegen und dadurch perfekt scharfstellen.
Als Objektiv verwende ich das Sigma 150/2.8 und bin sehr zufrieden damit. Selbst wenn man einmal den Autofokus benutzen sollte, ist der für ein Makroobjektiv angenehm schnell und sehr treffsicher.

Zum Abschluss noch ein paar Einkaufstips speziell zu diesem Thema bei Amazon (wenn ihr über die Links bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, ihr zahlt aber keinen Cent mehr)

Makrofotografie: Professionelle Anleitung

Posted by Stefan | Posted in Allgemein | Posted on 19-08-2008

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Makrofotografie: Professionelle Anleitung

Gilles Martin zeigt anhand von eindrucksvollen Bilder praktisch alle Aspekte der Makrofotografie und lässt dabei auch die Fotografie mit Hilfe von Endoskopen und Mikroskopen nicht aus.
Diese Extrembereiche werden die meisten von uns wahrscheinlich nie ausprobieren, trotzdem ist es sehr interessant zu lesen, was es alles für Möglichkeiten gibt.

Der Autor beschreibt am Anfang die technischen Voraussetzungen für gelungene Makrofotografie und erklärt anschaulich die unterschiedlichen Wirkungen verschiedener Brennweiten oder welchen Einfluss Konverter und Zwischenringe haben.
Es wird natürlich auch auf die unterschiedlichen Arten der Beleuchtung und die Bildgestaltung eingegangen.

Sehr lesenswert und informativ ist auch die Beschreibung der verschiedenen Lebensräume der möglichen Fotomotive, denn nur wer seine Motive und deren Lebensgewohnheiten kennt, wird es schaffen, aussergewöhnliche Bilder zu machen.

Das Buch verleitet nicht nur zum darin Blättern und einzelne Bilder anzuschauen, sondern ist auch ein gutes Nachschlagewerk, wenn man einen bestimmten Aspekt der Makrofotografie nachlesen möchte.
Mit seinen gut 300 Seiten ist das Buch ganz schön dick und man bekommt einiges für sein Geld.

Gebundene Ausgabe: 311 Seiten
Verlag: Christian; Auflage: 1 (Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3884726005
ISBN-13: 978-3884726006

Bildagentur Zoonar

Posted by Stefan | Posted in Allgemein | Posted on 12-08-2008

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Bildagentur Zoonar

Einige werden die 2006 in Hamburg gegründete Bildagentur Zoonar schon kennen, viele aber bestimmt noch nicht. Deshalb möchte ich meine Erfahrung mit der sehr sympathischen Agentur hier ein bisschen vorstellen.

Über Zoonar kann man Bilder sowohl rights-managed (RM) als auch royalty-free (RF) anbieten, wobei die Agentur keinen Exklusivitätsanspruch hat.

Zoonar definiert drei unterschiedliche Preisstufen:

  • Discount
  • Standard
  • Premium

Dem Fotografen ist es selbst überlassen, zu entscheiden, in welcher Stufe er ein Bild anbietet. So hat man einen grossen Spielraum und kann die Bilder motivbezogen zu unterschiedlichen Preisen anbieten.
Ist einem Kunden der Preis zu hoch oder erscheint er ihm einfach nicht angemessen, so hat er die Möglichkeit direkt über Zoonar mit dem Fotografen zu verhandeln. Er schlägt für ein oder mehrere Bilder einen Preis vor und der Fotograf kann entscheiden, ob er das/die Bilder für die vorgeschlagene Summe verkaufen möchte. Eine tolle Idee!

Auch bei der Ausschüttung der erzielten Gewinne an den Fotografen ist Zoonar sehr grosszügig. Bis zu 80% sind möglich, mindestens sind es 50%. Der Prozentsatz richtet sich nach der Anzahl der hochgeladenen und von Zoonar angenommenen Bilder und/oder des erzielten Umsatzes.

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass die Bildfreischaltungen sehr zügig vor sich gehen und man damit nicht lange warten muss, um zu wissen, ob die Bilder angenommen worden sind oder nicht.
Der Upload kann sowohl über das Webinterface als auch über den Zoonar Media Manager durchgeführt werden. IPTC Daten aus den Bildern werden natürlich übernommen.

Für grössere Mengen an Bildern bietet Zoonar an, die Bilder auf CD/DVD einzuschicken.

Auch nicht ganz unwichtig ist, dass die Kommunikation mit Zoonar sehr offen und schnell ist.

Wer also seine Bilder verkaufen möchte und noch nicht bei Zoonar ist, dem kann ich nur empfehlen, sich anzumelden und die Agentur auszuprobieren!

Zoonar