Das ideale Studioobjektiv

Posted by Stefan | Posted in Allgemein, Erfahrungsbericht | Posted on 03-12-2010

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Gibt es das überhaupt, das ideale Objektiv für die Fotografie im Studio?

Es hängt natürlich nicht nur von der gewünschten Bildwirkung (Weitwinkel – Tele) ab, sondern auch von der Grösse des Studios. Ausserdem spielen die persönlichen Vorlieben eine Rolle: Will man nur mit Festbrennweiten fotografieren, oder schätzt man die Flexibilität von Zoomobjektiven?

Da ich selbst seit mehreren Jahren mit einer Canon DSLR fotografiere, kann ich natürlich nur über Objektive berichten, die auch einen Anschluss für das EOS System haben. Hier werde ich speziell über die Canon EF-Objektive schreiben.

Das Canon EOS 70-200/4 USM IS L hatte ich schon eine Weile im Einsatz, als ich auf der Suche nach einem Objektiv für das Studio war. Das 70-200 fand ich für Outdoor zwar perfekt, für das Studio war mir die Brennweite allerdings zu lang, da mein Studio relativ klein ist und ich Ganzkörperaufnahmen meiner Models machen möchte.

Nach etwas Recherche musste ich mich zwischen dem 24-70/2.8 USM L und dem 24-105/4 USM IS L entscheiden. Die Entscheidung war also im Prinzip Lichtstärke gegen Bildstabilisator.

Dass so ein Bildstabilisator wirklich Gold wert sein kann, konnte ich bei meinem 70-200 schon erfahren. Im Studio ist allerdings beim Auslösen normalerweise genug Licht vorhanden, so dass der da nicht zwingend notwendig wäre.

Die Lichtstärke von 2.8 ist zwar im Studio auch nicht unbedingt notwendig, dafür arbeiten aber die Kreuzsensoren des Autofokuses besser, vor allem, wenn das Einstelllicht der Studioblitze recht weit runtergeregelt ist. Da das Einstelllicht meiner Studioblitze in Abhängigkeit der eingestellten Blitzleistung geregelt ist, ist dies bei mir recht oft der Fall.

Den Bereich über 70mm hatte ich ja mit dem 70-200mm Objektiv schon abgedeckt.

Im Endeffekt habe ich mich dann also für das 24-70/2.8 Objektiv entschieden und dies auch absolut nicht bereut.

Natürlich verwende ich es jetzt nicht nur im Studio, sondern auch draussen!
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Phantasievolle Fetischfotografie

Posted by Stefan | Posted in People | Posted on 09-11-2010

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In meinem heutigen Beitrag geht es um das Thema Fetischfotografie. Ich denke mal, das dürfte einer der Bereiche sein, zu dem es die unterschiedlichsten Vorstellungen, Meinungen und Ansichten gibt.

Ähnlich wie bei der Aktfotografie reicht die Bandbreite der Bilder von komplett geschmacklos und billig bis hin zu wahren Meisterwerken.

Während bei der Aktfotografie das Thema aber noch recht gut abgegrenzt ist, kann man die Fetischfotografie gar nicht so eingrenzen, da es eben die unterschiedlichsten Vorstellungen davon gibt. Da ich auch in der Gothic Szene aktiv bin (früher mehr als heute) und diese Szene eh recht offen und tolerant ist, sind meine Bilder auch von Elementen dieser Szene geprägt. Das bedeutet Lack- oder Latexoutfits, hohe Schuhe oder auch Elemente aus dem Bondage Bereich.

Während der eine jetzt ein Model in Latexoutfit als Fetishfotografie bezeichnet, gibt es aber auch andere, die das unter Fashion einordnen. Die Grenzen sind also recht fliessend.

Die folgenden Bilder aus einem Shooting mit Model La Candy reihe ich für mich in den Bereich Fetischfotografie ein, da sie sich einiger der oben genannten Elemente bedienen.

Stefan Kassal - mygall

Stefan Kassal - mygall

Natürlich müssen auch solche Bilder nicht immer todernst sein, sondern dürfen auch zum Schmunzeln anregen. Eigentlich könnte das sogar das Titelbild für eine neue Diät sein…

Stefan Kassal - mygall

Das zeigt auch wie leicht man ein die Aussage eines Bildes durch das Austauschen eines Accessoires ändern kann.

Wie steht ihr zu dem Thema, habt ihr auch schon mal Bilder in dieser Richtung gemacht?

Shooting im Gipsy Style – Die Vorzüge schneidernder Models

Posted by Stefan | Posted in People | Posted on 29-09-2010

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Vor langer Zeit habe ich einen Artikel darüber geschrieben, was für mich ein gutes Model ausmacht.

Es gibt aber definitiv einen Punkt, der noch auf die Liste muss: Wenn das Model selbst kreativ ist und sich selber Outfits schneidert. Und wenn sie dann wie Mika auch noch in LARPs mitmacht, ist das eigentlich schon ein Garant für gelungene und aussergewöhnliche Bilder.

Zigeunerin beim Mischen eines Tranks

Stefan Kassal - mygall

Denn dadurch hat sie nicht nur das Outfit, sondern auch die passenden Accessoires dazu!

Die Bilder mit diesem Outfit haben wir am Ende des Shootings gemacht, da sie schon ein paar Shootings mit dem Outfit gemacht hatte. Dieses Mal sollten die Bilder aber etwas Mystisches und Geheimnisvolles haben.

Dementsprechend habe ich auch die Lichtsetzung gewählt: Hauptlicht ist ein Beauty Dish von rechts oben. Von links hinten kam noch einen Softbox als leichtes Streiflicht zum Einsatz.

Lichtsetup mit Beauty Dish und Softbox als Streiflicht

Neben dem Thema Trankmischen biete sich natürlich auch Tarotkarten legen an.

Zigeunerin beim Kartenlegen

Stefan Kassal - mygall

Von der Idee zum Bild – What is the Matrix?

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, People, Von der Idee zum Bild | Posted on 12-08-2010

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Von meinem Shooting mit La Candy habe ich vor einiger Zeit schon berichtet. Heute werde ich Euch noch ein Bild aus dem Shooting vorstellen und erklären, wie es entstanden ist.

Als ich gesehen habe, dass mein Model auch einen schwarzen Latex Catsuit als Outfit dabei hatte, wusste ich, dass ich mal wieder ein Bild im Matrix-Style machen sollte.

Ausgangsbild war folgendes:

Als erstes habe ich mich an die Bearbeitung der Haut gemacht, auch wenn man in diesem Bild eigentlich nicht wirklich viel davon sieht.

Die verwendete Technik für die Beautyretusche habe ich früher hier schon einmal beschrieben.

Im nächsten Schritt habe ich Augen und Mund genauer bearbeitet. Die Augen sollten leuchtender und farbiger sein und die Lippen ein bisschen betont werden. Die Augenfarbe und das Augenweiss habe ich dieses Mal einfach mit einem weichen Pinsel und der gewünschten Farbe nachgemalt. Dabei ist es wichtig, den Fluss herunterzusetzen (ca.10-20%), weil es sonst auch mit einem druckempfindlichen Stift recht schwer ist, das ganze vernünftig hinzubekommen. Read the rest of this entry »