Von der Idee zum Bild – What is the Matrix?

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, People, Von der Idee zum Bild | Posted on 12-08-2010

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Von meinem Shooting mit La Candy habe ich vor einiger Zeit schon berichtet. Heute werde ich Euch noch ein Bild aus dem Shooting vorstellen und erklären, wie es entstanden ist.

Als ich gesehen habe, dass mein Model auch einen schwarzen Latex Catsuit als Outfit dabei hatte, wusste ich, dass ich mal wieder ein Bild im Matrix-Style machen sollte.

Ausgangsbild war folgendes:

Als erstes habe ich mich an die Bearbeitung der Haut gemacht, auch wenn man in diesem Bild eigentlich nicht wirklich viel davon sieht.

Die verwendete Technik für die Beautyretusche habe ich früher hier schon einmal beschrieben.

Im nächsten Schritt habe ich Augen und Mund genauer bearbeitet. Die Augen sollten leuchtender und farbiger sein und die Lippen ein bisschen betont werden. Die Augenfarbe und das Augenweiss habe ich dieses Mal einfach mit einem weichen Pinsel und der gewünschten Farbe nachgemalt. Dabei ist es wichtig, den Fluss herunterzusetzen (ca.10-20%), weil es sonst auch mit einem druckempfindlichen Stift recht schwer ist, das ganze vernünftig hinzubekommen. Read the rest of this entry »

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust…

Posted by Stefan | Posted in People, Von der Idee zum Bild | Posted on 21-06-2010

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… oder wie mache ich Bilder, bei dem ein Model öfters auf dem Bild ist? Neudeutsch nennt man das Multishot Technik und genau darum geht es bei diesem Artikel heute.

Die andere Frage ist natürlich, warum man ein Model öfters auf dem Bild haben möchte. Wir brauchen also erstmal eine Bildidee, bei der das ganze überhaupt Sinn macht. Meine ist folgende: Ich möchte zwei Seiten einer Person zeigen, einmal die brave und schüchterne und einmal die wilde und selbstbewusste Seite. Das ganze wollte ich sowohl über die Kleidung als auch über die Haltung und Pose des Models ausdrücken.

Beim Lichtsetup habe ich schon beide Positionen mit meinem Model Veruca ausprobiert und getestet, ob sie jeweils genug Licht abgekommen. Die “wilde” Seite habe ich dabei bewusst etwas dunkler gelassen. Fotografiert habe ich wieder vor meinem neutral-grauem Hintergrund, also nicht verwirren lassen, dass der im folgenden Setupdiagramm schwarz ist.

Apropos Lichtdiagramm: Durch einen Artikel von Daniel bin ich auf sylights (Show your Lights) aufmerksam geworden. Auf der Seite kann man recht komfortabel Licht Aufbauten dokumentieren und auch abspeichern.

Mein “braves”  Model wird von einer grossen Softbox beleuchtet und die andere Seite von einem Reflektor aufgehellt. Der Beauty Dish mit Wabe ist das Hauptlicht für das “wilde” Model. Read the rest of this entry »

Von der Idee zum Bild – A Vampire Story

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, Tutorial, Von der Idee zum Bild | Posted on 27-05-2010

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Seit langem gibt es heute mal wieder einen Beitrag zur Kategorie “Von der Idee zum Bild”, in dem ich Euch die komplette Entstehungsgeschichte eines Bildes beschreibe.

Die Idee ist folgende: Meine junge Vampirlady – oder vielmehr ein Teil des Kleides – löst sich auf und wird zu vielen Fledermäusen, die in alle Richtungen wegfliegen.

Das Ausgangbild haben wir im Studio vor neutral-grauem Hintergrund (wen wundert’s?) gemacht. Für die Ausleuchtung war es wichtig, dass ich wusste, wie das Bild am Ende aussehen sollte. Ich wollte einen grossen Vollmond oben rechts haben, der natürlich Licht auf unser Model wirft. Also war ein Blitz hinten rechts positioniert und relativ stark eingestellt. Von der anderen Seite sollte eine warme Lichtquelle auf die Vampirin scheinen. Im Studio wurde diese Aufgabe von einem Beauty Dish übernommen.

So sieht das ganze dann nach einer Grundbearbeitung in Lightroom und leichtem Verflüssigen in Photoshop aus. Beim Verflüssigen habe ich vor allem die Augen etwas weiter auf gemacht.

Als nächster Schritt kommt der Hintergrund dran. Ein schöner Vollmond, eine alte Laterne, irgendeine Mauer und ein bisschen Gestrüpp. Diese Teile habe ich alle übereinander gelegt und mit verschiedenen Ebenenmodi verrechnet. Helle Bestandteile wie der Mond lassen sich dabei mit dem Modus Screen oder Lighten recht gut einbinden.

Die Maske für das Model habe ich dieses mal übrigens zum grossen Teil mit dem Magnetic Lasso Tool gemacht. Damit das gut geht, habe ich über eine Einstellungsebene vom Type Curves die Kontraste so verstärkt, dass das Tool gut arbeiten kann. Die Einstellungsebene konnte ich nach der Maskierung wieder löschen. Read the rest of this entry »

Von (über-)eifrigen Visas und explodierenden Köpfen

Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung, People, Von der Idee zum Bild | Posted on 29-03-2010

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Vor einiger Zeit war die wunderbare Moviko bei mir im Studio, die Visagistin und Model in einer Person ist. Eigentlich die ideale Kombination!

Was allerdings passiert, wenn man es mit dem Styling übertreibt, seht ihr in dem Bild unten.  Nachdem ich im Podcast von Calvin Hollywood gesehen habe, wie einfach es in Photoshop ist, die Entstehung eines Bildes als Animation zu zeigen, habe ich das hier gleich einmal ausprobiert.

Stefan Kassal - mygallStefan Kassal - zoonar

Jetzt noch ein paar Worte zur Entstehung des Bildes: Ich wollte schon seit langer Zeit ein Bild mit diesem Explosionseffekt machen, aber mir fehlte die Idee, wie ich den (einigermassen) sinnvoll in ein Bild einbauen konnte. Während Moviko und ich dabei waren, die Einzelheiten des Shooting auszumachen, bekam ich die Idee mit dem Fön, was ja bei ihr als Visa super passt. Und so war die Idee zu dem Bild geboren.

Beim Shooting mussten wir einige viele Bilder machen, bis wir welche hatten, die geeignet waren. Es ist eben nicht einfach, sich einen Fön, der auf volle Power läuft in das Gesicht blasen zu lassen und dabei trotzdem die Augen offen zu lassen. Das Ausgangsbild von meinem Model hier ist auch aus zwei Bildern zusammengesetzt, weil mir bei einem die Haare so gut gefallen haben und beim anderen der Gesichtsausdruck… Photoshop machts möglich!

Bestimmt interessiert Euch noch, wie der Explosions-Effekt gemacht ist, oder? Im Prinzip ist es “nur” ein malen mit Pinselspitzen. Ich habe hier eine Pinselspitze in Blattform genommen und die Parameter dafür so eingestellt, dass möglichst viele Variationen beim Malen entstehen.

Beim Malen der Teile malt man dann auf einer Ebene die Teile, die wegfliegen und auf einer Maske malt man den Kopf des Models weg, da er sich ja auflöst. Dabei muss man einfach ein bisschen rumprobieren und auch immer wieder die Grösse des Pinsels ändern.

Damit die Farben der wegfliegenden Teile passen, habe ich eine grobe Auswahl des Kopfes und der Haare gemacht, diese auf eine neue Ebene kopiert und dann so verzerrt, dass diese neue Ebene alle fliegenden Teile überdeckt. Anschliessend noch den Ebenenmodus auf Farbe oder weiches Licht ändern (einfach ausprobieren, was am besten aussieht)  und schon ist man seinem Ziel ein gutes Stückchen näher.

Ansonsten habe ich die Farben noch ein bisschen verstärkt und ein paar Details mit Dodge and Burn herausgearbeitet.

Also denkt das nächste Mal daran: Zu viel Fönen kann gefährlich sein!