Bildbearbeitungsworkflow – RAW Konvertierung
Posted by Stefan | Posted in Bildbearbeitung | Posted on 18-12-2008
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Im ersten Teil dieser Serie habe ich beschrieben, wie ich die Bilder für die Bearbeitung in Lightroom auswähle, jetzt möchte ich Euch zeigen, welche Anpassungen ich in Lightroom mache, um das beste aus der RAW Datei herauszuholen.
Der erste Schritt ist die Anpassung des Weissabgleichs. Meine Kamera habe ich praktisch immer auf automatischen Weissabgleich (AWB) stehen, so dass ich jetzt im RAW Konverter überprüfen muss, ob der Weissabgleich passt, oder ob ich etwas daran ändern möchte.
Besonders wichtig ist dieser Schritt, wenn man im Studio mit Blitzen fotografiert, da das Einstelllicht meist eine andere Farbtemperatur als der Blitz selber hat.
Das ganze ist einfach über die zwei Regler in Lightroom zu machen, wobei auch die Automatik in Lightroom oft sehr gute Ergebnisse liefert.
Als nächstes prüfe ich die Belichtung des Bildes. Gibt es helle oder dunkle Bereiche, die keine Zeichnung mehr haben?
Über die Taste “J” kann man sich diese Bereiche schnell und einfach anzeigen lassen. Zu helle Bereiche werden rot, zu dunkle blau angezeigt. Über die Regler für die Belichtungskorrektur passe ich die Verteilung von hellen und dunklen Bereichen so an, dass es mir gefällt.

Mit den Reglern Fill Light und Recovery lässt sich die Zeichnung in den ausgefressenen Teilen des Bildes meist wieder zurückholen, sofern man das will. Nicht jedes Bild muss meiner Meinung nach in allen Teilen Zeichnung haben, es dürfen ruhige auch mal Teile ganz weiss oder schwarz sein, das hängt eben stark vom Bild und der gewünschten Wirkung ab.
Anschliessend stelle ich über den Kontrast- und den Klarheitregler (Clarity) den Kontrast des Bildes ein. Je nachdem, was für ein Bild ich bearbeite, mache ich das nur ganz dezent oder eben ein bisschen mehr. Das Schöne an Lightroom 2 ist, dass man diese Änderungen mit dem Adjustment Brush ganz gezielt an bestimmten Stellen des Bildes anwenden kann.
Wenn das Bild eh noch in Photoshop bearbeitet werden soll, mache ich die Einstellungen in Lightroom nur ganz dezent, wenn ich es nicht mehr in Photoshop bearbeiten will – z. B. bei Makroaufnahmen – stelle ich es in Lightroom so ein, dass es mir gut gefällt.
Zu guter letzt drehe ich manchmal noch an den Farbreglern, um die Sättigung oder Luminanz bestimmter Farbbereich zu optimieren.
Je nach Bild geht es dann in Photoshop weiter oder direkt mit der Verschlagwortung in Lightroom.



